vita
Heike "Jule" Fahrenkrog-Petersen
hfp.
1966 in Berlin geboren, in Köln lebend und arbeitend.
Seit 1995:
Projekte im "öffentlichen Raum", Konzeptuelles, Fotografisches
1995 - 2000
Studium der "Freien Kunst" an der Bauhaus Universität Weimar.
Vor 1995 vorwiegend Zeichnungen, Malerei und Collagen
Näheres ist der Rubrik galerie zu entnehmen.
glossarische..., glossische..., glosserische..., glossaristische ..., glossare...
Selbstdarstellung
Geboren mehr oder weniger als Unfall im Jahr 1966. Ein Hauch Katastrophische verliess mich hernach eigentlich auch nicht. Ein eindeutiger Hinweis dafür ist die Tatsache, dass mich, schon mit ungefähr sechs Jahren, der Wunsch, ja sogar das Bedürfnis, beseelte, Kunst zu produzieren ... und mich nie wirklich verliess ("herrje, hoffnungslos, absolut hoffnungslos - aus dir wird nie was, Kind").
Einige kleine Erfolge bestätigten diesen Entschluss nicht unbeträchtlich. Etliche kleinere oder grössere Hindernisse legten , kamen und stürzten auf mich im Laufe der heranwachsenden Jahre ein. Doch unbeirrt schuf und schuf ich irgendetwas Künstlerisches.
Irgendwann sollte es nicht mehr Irgendwas sein. Ein, nicht zuletzt durch ein wenig Bildung,
in Gang gesetzter Denkapparat, beschäftigte sich mehr und mehr mit dem theoretischen Konzept
einer von mir zu schaffenden Kunst. Schliesslich wollte diese Kunst nicht in Galerien vorstellig sein.
Sagte ich mir. Sie wollte an Orten existieren, an der man sie nicht vermutet. Sie wollte öffentlich sein.
Kritisch. Bezogen auf Sachverhalte, die transparent zu machen sind. (Aha! alles klar?)
Erste Gehversuche in diesem Sinne wurden, ganz typisch, an der Hochschule gemacht, an der ich die Ehre
hatte, ob meiner überzeugenden Mappe, angenommen zu werden (1995).
Leider lag die, also die Hochschule, in einem Kaff namens Weimar. Dort lebte vor ewigen Zeiten schon mal ein bedeutender Künstler, ein Schriftsteller, um genau zu sein. Doch halt: er war ja nicht nur Schriftsteller ... jedenfalls überschattete dieses, ja, man muss es wohl sagen: Genie, nachhaltig jegliches kreatives Potential, welches sich als zartes Pflänzchen aus diesem klassischem Morast versuchte emporzustossen.
Einigen Wenigen gelang es. So auch einer Truppe von Durchgeknallten in den zwanziger Jahren des
letzten Jahrhunderts, nach denen die Uni, an der ich studierte, benannt ist. Die Truppe musste
schliesslich flüchten.
Geflüchtet bin auch ich nach vier Jahren. weil ich ja "Kunst im öffentliche Raum"
machen wollte. Weimar ist ein Wohnzimmer und darum eben kein öffentlicher Raum. Unschwer zu erkennen:
morbus weimar.
Als selbstauferlegte Kur bin ich zunächst zurück nach Berlin. ja, ja: "das ist die berliner Luft (Luft, Luft...". Doch als experimentierfreudiges Persönchen erlaubte ich mir den Luxus der Fröhlichkeit im Rheinland, damit die kreativen Gedanken ungetrübt von mannigfaltigem Gejammer der Hauptstadt, ihren Weg in die Umsetzung finden. hfp.